Taiji bei Parkinson

Taiji ist eine alte Kampf- und Bewegungskunst, die ihren Ursprung im China des siebzehnten Jahrhunderts hat. Sie dient der Lebenspflege, der Gesundheit und der ganzheitlichen Entwicklung von Körper und Geist und der Selbstverteidigung. Durch Bewegungen der Selbstverteidigung und der Energieführung gilt Taiji deshalb auch als innere Kampfkunst.

Taiji fördert die Motorik und vitalisiert den gesamten Körper. Ein besonderes Merkmal ist die Verknüpfung von Achtsamkeit und Entspannung. Jede Bewegung wird idealerweise mit so wenig Aufwand und so natürlich wie möglich ausgeführt. Aus einer natürlichen Haltung des Körpers sollen die Bewegungen ruhig und fließend durchgeführt werden. Das führt zum Lösen von Blockaden und Verspannungen und zur Stärkung der inneren Kraft.

Mit einem regelmäßigen Taiji-Training können deshalb die körperlichen und mentalen Fähigkeiten deutlich gestärkt werden. Es verbessert den Gleichgewichtssinn und verringert die Sturzgefahr. Parkinson-Patienten berichten zudem unter anderem über eine höhere Gangsicherheit und größere Schrittlängen. Eine Studie hat außerdem ermittelt, dass Parkinson-Patienten, die ein halbes Jahr lang Taiji trainiert haben, länger und selbständig den alltäglichen Aufgaben nachgehen konnten als Vergleichsgruppen, die Krafttraining oder Dehnübungen gemacht hatten.

Ein großer Vorzug von Taiji ist es, dass die Übungen sehr langsam praktiziert werden. Je nach Fortschritt und Art sind die Bewegungen unterschiedlich komplex aufgebaut. Jede Bewegung wird sehr bewusst und mit der größtmöglichen Aufmerksamkeit ausgeführt, so das eine Verbindung zwischen Körper und Geist entstehen kann.

Quelle: Keep Moving