Schirmherr von Jung und Parkinson

Sehr gerne und aus Überzeugung übernehme ich die Schirmherrschaft über den Verein „Jung und Parkinson“. Ich empfinde es als große Ehre, dass mir dieser repräsentative Titel auf Lebens- und nicht etwa auf Amtszeit angetragen wurde. Ich möchte dem Verein in diesem Sinne auch vor allem als Mensch und weniger als Politiker ein begeisterter Unterstützer sein.

Was die Initiatoren der Selbsthilfeplattform innerhalb kurzer Zeit auf die Beine gestellt haben, beeindruckt mich zutiefst. Die Vielfalt an Informationsmaterial und Dialogmöglichkeiten, die die Homepage anbietet ist beachtlich. Das gilt auch für die  Veranstaltungsformate, die von den Vereinsmitgliedern entwickelt wurden und die regelmäßig zum Einsatz kommen. Dabei zehrt die Parkinson-Krankheit doch gewaltig an den physischen Kräften und führt oft zu psychischer Niedergeschlagenheit. 

Auch die Macher der Initiative „Jung und Parkinson“ bleiben vor den Beeinträchtigungen durch die Krankheit nicht verschont. Ihre Konsequenz daraus ist es aber, in die Offensive zu gehen: Sie klären auf, motivieren, unterstützen, inspirieren und machen Mut für die Zukunft. Lamento ist ihre Sache nicht – sie vermitteln Zuversicht. Ganz offensichtlich macht die Arbeit miteinander und für andere ziemlich stark und ziemlich glücklich.

Dieser konstruktiv-positivistische Ansatz, den die Selbsthilfegruppe verfolgt, sollte aus meiner Sicht Beispiel gebend für viele gesellschaftliche und politische Problemfelder sein. Seit ich die Geschicke der Initiative kenne und verfolge, wünsche ich mir an anderer Stelle immer öfter, eine ähnliche Herangehensweise der jeweiligen Akteure. Ich für meinen Teil habe schon viel von „Jung und Parkinson“ gelernt. Die Arbeit der Initiative ist immer wieder Inspiration für mich – privat und auch in der Politik.

 

Reinhold Jost

Saarländischer Minister  der Justiz und Minister für Umwelt und Verbraucherschutz