Vitamin B12 mit Folsäure

Bei Parkinson-Patienten lindert die zusätzliche Gabe von hochdosierter Folsäure und dem Vitamin B 12 typische Symptome wie Bewegungs- und Gleichgewichtsstörungen sowie mangelnde Koordination.

Die Zusatz-Behandlung ist auch deswegen sinnvoll, weil das am häufigsten eingesetzte Anti-Parkinson-Mittel L-Dopa zu einem erhöhten Bedarf an diesen Vitamin führt.

 

Dem Komplex aus Folsäure und Vitamin B 12 als Injektionslösung wird auch eine nervenschützende Wirkung zugeschrieben. Bisher ging man davon aus, dass ihre Schutzwirkung auf die Senkung des Homocystein-Blutspiegels zurückzuführen ist. Erhöhte Homocystein-Spiegel werden für Schäden an Gefäßen und Nerven verantwortlich gemacht.

 

Die Verbesserung der Parkinson-Symptome nicht mit einer Senkung des Homocystein-Spiegels verbunden. Folsäure und Vitamin B 12 müssen also über bislang unbekannte Wege ihre Schutzwirkung entfalten.

 

Eine weitere Anwendung bietet der B-Komplex. Etwa ein Drittel der Patienten, die unter Depressionen leiden, weist einen niedrigen Folsäurespiegel auf. Da der Vitamin B Komplex hilft, wichtige Nervenbotenstoffe aufzubauen, kann ein Vitaminmangel Grund für eine Depression sein.

Bei Depressionen kann eine Vitamin B Komplex Therapie gute Erfolge erzielen. Folsäure-Gabe während einer antidepressiven Therapie gilt ebenfalls als ratsam.