Grad der Behinderung

Der Grad der Behinderung ist eine Maßeinheit für den Grad der Beeinträchtigung durch eine Behinderung.

Ausgedrückt wird dieser in Zehnerschritten von 20 bis 100. Dabei handelt es sich nicht um Prozentangaben, wie oft irrtümlich angenommen.

Je höher der Wert, desto umfangreicher sind die Beeinträchtigungen. Einzelne Erkrankungen werden hierbei nicht zusammengezählt, sondern in ihrer Gesamtheit bewertet.

Falls eine Einschränkung für sich betrachtet zu einem Grad der Behinderung von 30 und eine zweite Einschränkung zu einem Grad der Behinderung von 50 führt, werden keine 80, sondern zum Beispiel nur 60 festgestellt. Dabei ist wichtig, dass eine Behinderung ab einem Grad der Behinderung von 50 als Schwerbehinderung gilt.

In diesem Fall kann bei der zuständigen Kommunalverwaltung (Amt für soziale Angelegenheiten) ober beim Versorgungsamt ein Schwerbehindertenausweis beantragt werden. Die Kommunalverwaltung trifft ihre Feststellung aufgrund ärztlicher Befunde des Hausarztes, der Fachärzte oder der Krankenhäuser. Daher sollten dem Antrag – wenn möglich – ärztliche Unterlagen hinzugefügt werden.

Im Bescheid wird dann bei Anerkennung der Behinderung ein Grad der Behinderung angegeben. Außerdem gilt dieser Bescheid als Nachweis bestimmter gesundheitlicher Merkmale, die zur Inanspruchnahme von Nachteilsausgleichen berechtigen.

Am besten wird der Antrag von einem Sozialverband (z.B. VDK) formuliert.